Flugzeugerkennung Zürich (FEZ) | let's fez 19.05.2012, 06:40 Uhr
Home  |  Gallery  |  Kontakt  |   

Menü

Neue Links

User's Login




 



Search Box



Willkommen auf unserer Homepage

neuer Bericht in englischer Sprache: Transporthubschrauber 05 (EC.635)


Einladung zum

Sommerfest 2012

für unsere Club-Mitglieder


Link zu Veranstaltung

August 2012 , 10:00 Uhr (Abmarschzeit: 10:15 Uhr;  Eintreffen und Anmeldung erwünscht)
Ort: Etzel 

SeaKing Westland Katar

Dieser Westland Commando Mk.3 mit der taktischen Nummer QA33 entstammt dem 9th Multirole Squadron aus Doha. Die katarische Luftwaffe setze ihn 2011 im Rahmen der Operation Unified Protector ab dem NATO-Stützpunkt Souda Air Base als Rettungshubschrauber ein. Es handelt sich dabei um eine Lizenzproduktion der Sikorsky S-61 / SH-3 "SeaKing".

Copyright Foto : roli(at)fez.ch




    Agenda : Veranstaltung: 32. Generalversammlung der FEZ, 2012 Druckerfreundliche Ansicht | Diesen Beitrag weiterempfehlen  
verfasst von Röli am Montag, 27. Februar 2012
Agenda
Geschätzte Club-Mitglieder,

Hiermit möchte ich euch zur kommenden Vereinsversammlung („GV“) einladen, an der ich euch hoffentlich sehr zahlreich begrüssen darf. Der Vorstand wird sich bemühen, dass die GV so kurz wie möglich gehalten wird.

Traktanden:

1. Begrüssung (Hoi Zäme)

2. Wahl Stimmenzähler

3. Protokoll GV 2011 ohne besondere Vorkommnisse; Mitgliederbetrag Familien reduziert auf 40 Franken.

4. Jahresbericht  wie oben versendet

5. Kassen- und Revisorenbericht  gemäss Versand in der Woche der GV

6. Déchargeerteilung bisheriger Vorstand & Wahlen neuer Vorstand und Revisor - gerne meldet ihr euch zur Mitarbeit

7. Mitgliederbeitrag 2012

8. Jahresprogramm

10. Diverses

Auch dieses Jahr offeriert euch der Verein während der Versammlung ein Nachtessen, Getränke sollten ebenfalls zur Verfügung gestellt werden. Wir sind auf eure An- beziehungsweise Abmeldung angewiesen! Das Essen wird vor der GV eingenommen, bitte findet euch um 19:30 Uhr in der Hardau ein: In der Hardau (Bullingerstr. 89) durch den gedeckten Lauben-Gang in Richtung Haupthalle laufen, beim Eingang zur Haupthalle folgt die Information zum Finden des Sitzungsraumes.

Parkieren möglich gegenüber dem Letzigrundstadion oder in einem Hof, welchen man erreicht, wenn man unter dem erwähnten Laubengang nach links durch fährt, nachdem man von der Bullingerstrasse her auf das Depot-Areal fuhr.


Start der GV wird dann um ca. 20:00 Uhr sein.

Im Namen des FEZ Vorstandes:


Roman Schneller, Kassier
282 Aufrufe
    Info : Zu Besuch bei der Pilatus Flugzeugwerft in Stans Druckerfreundliche Ansicht | Diesen Beitrag weiterempfehlen  
verfasst von Röli am Samstag, 07. Januar 2012
Info
Besichtigung der Pilatuswerke in Stans

Unter kundiger Führung durfte ich einer Besichtigung der Pilatus Flugzeugwerke teilhaben. So konnte ich die Produktions- und Montagehallen besichtigen.

Präsentation der Pilatus Aircraft Ltd
Nach einem wohltuenden Mittagessen liessen wir uns zum Eingang der Pilatuswerke chauffieren. Von dort strömten die Teilnehmer zum Prototypen des erstmals 1991 geflogenen PC-XII (HB-FOA) um davor für ein Gruppenfoto zu posieren. Anschliessend begrüsste uns ein Führer des Kernkaders der Pilatus, im Filmsaal. Von ihm liessen wir uns mittels einer Präsentation und einen Film über die Produktpalette von Pilatus und dem Aufbau des Konzerns informieren. Pilatus ist heute der einzige Schweizer Flugzeughersteller, mit Tochterfirmen für den Unterhalt in Australien und den USA. Bis heute stellte Pilatus weit über 2100 Flugzeuge her. 90% der Teile werden in der Schweiz, hauptsächlich am Hauptsitz der Pilatus in Stans, entwickelt und produziert. Die restlichen Aviatikprodukte, wie Schleudersitz und Triebwerk, werden bei spezialisierten Zulieferern bezogen. So kann Pilatus auch mühelos auf Kundenwünsche eingehen. Ein wichtiger Part spielt auch der Unterhalt und die Versorgung der bestehenden Flugzeuge mit Ersatzteilen.

Zivile Mehrzweckflugzeuge
Mit der Entwicklung der P-6, dem Port-Air, begann der Erfolg im Export. Die Variante PC-6 wurde mit einem Turboprop-Triebwerk ausgerüstet. Dadurch wurden auch Extremeinsätze in allen Weltregionen möglich, wie Landungen auf Gletschern sowie in der Wüste. Seine ausserordentlichen STOL (short take-off and landing)-Fähigkeiten verliehen ihm zu phänomenalen Start- und Landestrecken von weniger als 50 m. Nun hatte Pilatus sich bereits weltweit einen Namen gemacht, doch nach einem Pressebericht im Tagesanzeiger wurde jeglicher Export eingestellt. Auf dem, 1970 abgelichteten Foto, war eine PC-6-B1-H2 „Turbo Port-Air“ der Australian Army in Vietnam zu sehen, deren Besatzung Unterdrückungsfeuer in Richtung Zivilisten abgab. Um auch ein ziviles Standbein zu erhalten, wurde in den 90er-Jahren die PC-12 als Mehrzweckflugzeuge entwickelt. Seine Vorteile gegenüber ähnlichen Flugzeugen sind neben seiner ökonomischen Turbine, die grosse Frachtluke auf der linken Heckseite. Seit seiner Einführung wurden bis heute über 730 Maschinen in alle Welt als Geschäftsreise-, Fracht- und Überwachungsflugzeuge exportiert. Die Beschaffungskosten eines neuen PC-12NG belaufen sich auf rund 3 Millionen USD.
PC-12
Ein Pilatus PC-12 überquert bei Grünlicht nach einem Testflug die Hauptstrasse

Militärische Fortgeschrittentrainingsflugzeuge
1944 experimentierte die Firma Pilatus noch am SB-2 und stieg mit der P-2 und der P-3 in den Markt der Propertrainingsflugzeuge ein. Mit der Ölkrise begann bei vielen Luftwaffen der Ruf nach einem ökonomischen Fortgeschrittenentrainer, so auch bei der Schweizer Flugwaffe. Pilatus entwickelte aus dem P-3 den PC-7 mit dem leistungsstarken Pratt & Whitney PT6A Turboprop-Triebwerk. Schon kurz nach der Einführung bei der Schweizer Luftwaffe folgten Exportaufträge für bis heute 22 Luftwaffen sowie verschiedene private Nutzer. Auch seine Weiterentwicklung, der PC-9, mit Martin-Baker-Mk.CH11A-Schleudersitzen und neuer Avionik wurde ein Exportschlager. Allein die beiden Schleudersitze machen ¼ des Kaufpreises aus. Der grösste Auftrag von über 435 Maschinen stammte 1995 aus den USA. Bei der Raytheon Aircraft Company wird eine stark verbesserte Version des PC-9M als T-6A „Texan II“ in Lizenz gebaut. Zudem muss jeder Verkauf vorab durch die zuständige Kommission in Bern bewilligt werden. Auch bei der neusten Entwicklung eines Fortgeschrittenentrainers, der vollelektronische PC-21, sind bereits diverse Maschinen bestellt. Davon sind bereits die ersten Maschinen für die Schweizer Luftwaffe, die Republic of Singapore Air Force und die VAE bereits ausgeliefert worden. Der PC-21 ist das fortschrittlichste Flugzeug seiner Kategorie. Es basiert auf einem Cockpit welches von der Auslegung her dem von Kampflugzeugen der 4. Generation entspricht. Es basiert auf einem HUD (Head-up Display), drei grossen MFD (Multi-function Display) und HOTAS (Hands On Throttle And Stick) mit einem ausbaubaren Missionscomputer. Zum Training können elektronisch Radarbild und Lenkwaffe simuliert und abgeschossen werden, obwohl am Flugzeug beides nicht vorhanden ist. Mit dem 1200 kw bärenstark motorisierten Pratt & Whitney Canada PT6A-68B Propellerturbinenluftstrahltriebwerk kann die PC-21 bis 685 km/h schnell fliegen, was dem Jetflugbereich nahe kommt. Die beiden Piloten verfügen neben der Sauerstoffgenerier- und Klimaanlage auch über die neusten Martin-Baker Mk.16L-Schleudersitze der 4. Generation und können mit RLV-Brillen fliegen.
PC-21 beim Start
Die PC-21 Nr. 130 startet zu einem Testflug

Produktpalette Pilatus
Hier ein kleiner Überblick über die Produktpalette der Pilatus Aircraft Ltd:
Typ Produktionsrate
Mehrzweckflugzeuge
SB-2 „Pelikan“ 1
P-4 1
PC-6 550
PC-8D 1
PC-12 780
Trainer
P-2 53
P-3 84
PC-7 500
PC-9 290
PC-21 19
Segelflieger
PC-11 (B-4) 322


Produktionshalle
Nach dieser eindrücklichen Präsentation begann der Rundgang durch die Produktionshalle, worin aus Aluminiumblechen rund um die Uhr, in zwei bemannten und einer Roboterschicht Spanten und Rippen mit CNC-Fräsautomaten hergestellt und in die richtige Form gepresst werden. Auf dem Rundgang konnten wir sehen, wie gleich mehrere Aluminiumbleche übereinander eingespannt und mit dem CNC-Automaten zu seiner bestimmten Form gefräst wurden. So entstehen mit wenig Material hochfeste Strukturträger. Die fertigen Aluminiumteile werden daraufhin durch einen Automaten in einem Bad mit verschiedenen Säuren bis zu 3 hundertstel mm als Korrosionsschutz beschichtet. Bis die produzierten Teile in den Flugzeugrümpfen verbaut werden können, lagern sie in riesigen Hochlagerregalen.
pc-6
Diese PC-6 Turbo Porter ist für die französische Luftwaffe gebaut worden.

Paintshop und Unterhalt
Im voluminösen Paintshop (Spritzhalle) war denn auch eine abgedeckte PC-12 zu sehen, wobei der riesige Raum für zwei Maschinen ausgereicht hätte. Für einen PC-12 werden durch die Maler 11 Liter Farbe aufgewendet um seine ganze äussere Hülle mit einem 0,27 hundertstel mm dünnen Farbauftrag zu überziehen. Weiter erhaschten wir einen Blick auf die zur Auslieferung aufkolonnierten PC-12 und einen PC-21, welche vor der Übergabe noch den Testflug überstehen müssen. In der Maintainance-Halle befanden sich neben zwei PC-21 auch mehrere PC-6, welche dort überholt weurden.
pc-7
Diese zivil genutzte PC-7 Turbo Trainer ist mit einem äusserst aufwendigen Motiv am Höhenruder versehen worden.

Montagehalle
In der Halle 1, wo für den James Bond Film „Goldfinger“ eine Szene gedreht wurde, befindet sich heute die Assemblyline (Montageline). Darin befanden sich 10 Rümpfe von PC-12 und deren Flügelpaare. Den Mechanikern konnten wir zusehen, wie sie Turbinen einbauten, Kabel verlegten und alle Tanks auf Lecks überprüften. Alleine in einem PC-12 werden 10 km Kabel verlegt. Die wenigen Kleinteile, welche aus Compositwerkstoffen bestehen, werden mit einem aufwändigen Verfahren in Handarbeit hergestellt und zum Schluss im Ofen ausgehärtet. Die Flügel werden in der Montagehalle aus den Spannten und Rippen zusammengesetzt und darauf Bleche aufgenietet.


An dieser Stelle möchte ich noch einmal allen Pilatus-Mitarbeiten für ihr entgegenkommendes Wirken für deren Koordination herzlichst danken.

Copyright 2012: roli(at)fez.ch
417 Aufrufe
    Info : Mil Mi-24 Hind/Krokodil Druckerfreundliche Ansicht | Diesen Beitrag weiterempfehlen  
verfasst von Röli am Samstag, 07. Januar 2012
Info
Die Mil Mi-24 Hind ist von anderen Kampfhubschrauber-Modellen vor allem durch ihre Rumpf-Heckform und die Turbinenaufbauten von anderen Kampfhubschraubern zu unterscheiden. Der als fliegender Schützenpanzer konzipierte Kampfhubschrauber wurde auf der Basis der Mi-8 erbaut. Sein Rumpf ist jedoch signifikant schlänker ausgefallen. Ab der Mi-24D wurde zudem ein Tandemcockpit eingebaut. Weiter markant ist der Waffendrehturm mit dem vierläufigen JakB-12,7mm Revolvermaschinengewehr in der Bugspitze. Sollte man das charakteristische Schwirlen wahrnehmen, ist man sicherlich schon zu nahe dran.

mi-24 Hind Seitenriss
Die rot markierten Elemente stellen die primären Erkennungsmerkmale dar, während die blauen sekundäre sind.



weiterlesen... 'Mil Mi-24 Hind/Krokodil'
530 Aufrufe
    Info : Bell AH-1 Cobra - Die Saga des ersten Kampfhubschraubers Druckerfreundliche Ansicht | Diesen Beitrag weiterempfehlen  
verfasst von Röli am Samstag, 07. Januar 2012
Info

Bell AH-1 "Cobra" / Bell Modell 209 

- Die Saga des ersten Kampfhubschraubers

1.  Vorwort

Vor 40 Jahren hatte ein neuer Hubschraubertyp seinen Erstflug. Die Vorgaben der U.S. Army an eine Übergangslösung bis zur Einführung des AAFSS, welches die  AH-56 „Cheyenne“ gewann, sollte lediglich 5 Jahre dauern. Doch nach nur wenigen Jahren im Einsatz bei der Army in Vietnam, verzichtete diese auf den Hochtechnologieträger AH-56 und bestellte stattdessen schlussendlich über 1600 Cobras. Mit der Einführung der HueyCobra wurde erstmals ein reinrassiger Kampfhubschrauber in den Kampf geschickt, der sich seinen Platz auch noch heute bei einigen Luftwaffen sichern konnte.

2.  Geschichte
2.1. Entwicklung der Cobra
Die Saga der Cobra-Familie begann 1964 mit dem Wettbewerb der U.S. Army für das Advanced Aerial Fire Support System (AAFSS), welches als Nachfolger der Bell Sioux durch den Lockheed AH-56 „Cheyenne“ gewonnen wurde. Aufgrund der hochgesteckten Anforderungen, welche den Hersteller straucheln liessen und den damit verbundenen hohen Kosten forderte die U.S. Army zu Beginn des Vietnamkonfliktes eine auf einem bestehenden Hubschrauber basierende Zwischenlösung für einen Kampf- und Begleitschutzhubschrauber. Schon zu Beginn des Vietnamkrieges erkannte die U.S. Army den Bedarf an Luftunterstützung für die Bodentruppen (CAS) durch den Hubschrauber, den so genannten „Gunships“. Bell hatte zwischenzeitlich auf eigene Kosten auf Basis des Models 204, genauer der UH-1C “Iroquois”, mit dem Konzept der Sioux Scout das Modell 209 entwickelt. Dieses konnte sich gegen die Boeing-Vertol CH-47A "Chinook", Kaman UH-2, Piasecki 16H Pathfinder und den Sikorsky S-61 durchsetzen. Das Modell 209 erhielt im April 1966 von der U.S. Army den Auftrag zur Produktion von zwei Vorserienmaschinen und kurz darauf zur Serienproduktion von 110 AH-1G „HueyCobra“. Dabei konnte das Model 209 bereits eine Woche nach Auftragserteilung der erste Prototyp am 7. September 1965 seinen Erstflug absolvieren. Ab diesem Zeitpunkt wurden bei der Bell Helicopter Corp. of Bell Aircraft Corporation in  Fort Worth, Texas in den USA über 1600 Cobras hergestellt, wovon 1024 Stück alleine an die U.S. Army gingen. Der AH-1 Cobra war der erste in Serie gefertigte Hubschrauber, der primär für die reine Angriffsrolle vorgesehen war. Zum heutigen Zeitpunkt werden keine neuen Maschinen mehr produziert, doch AH-1W auf den AH-1Z-Stand aufgerüstet. Im Jahre 1972 stoppte die U.S. Army dann auch die Förderung der AH-56 „Cheyenne“ wobei bei einer späteren Ausschreibung der Hughes AH-64 „Apache“ das Rennen machte. Durch sein revolutionäres Design wurde die Cobra zum Vorbild für die viele heutige Kampfhubschrauber. In der Zwischenzeit wurde das Interesse für diesen Helikoptertyp auch beim US Marine Corps geweckt, welches 1968 den AH-1J erwarb. In den frühen 70er Jahren prüfte die US Army die Panzerabwehrfähigkeiten des mit TOW bewaffneten AH-1. Die Tests waren ausgesprochen erfolgreich, wodurch die gesamte Panzerabwehrdoktrin der US Army in den 80er-Jahren Jahrzehnten beeinflusst wurde. Mit dem Ende des kalten Krieges und der Neuausrichtung der U.S. Army auf Netcentric Warfare und den anhaltenden Einsätzen im besetzen Irak und in Afghanistan wechselten die Prioritäten. So muss die AH-1Z Ziele mit chirurgischer Präzision über die Sichtweite der gegnerischen Kämpfer bekämpfen können. Dabei sollte zudem auch kein Kolateralschaden entstehen.

2.2. Einführung bei der U.S. Army
Im Juni 1967 wurden die ersten 110 Serienmaschinen AH-1G „HueyCobra“ an eine Einführungseinheit der Army Aviation School in St.Louis geliefert. Zu Beginn wurde der Cobra hauptsächlich gegen so genannte „weiche Ziele“ eingesetzt.

2.3. Kampeinsätze weltweit

1967    USA / Nordvietnam
Die U.S. Army verwendet zu Beginn der Vietnamkampagnen mit MG und Raketenwerfern bewaffnete UH-1B, welche in dieser Konfiguration „Cobra“ genannt wurden. Doch diese UH-1B waren insgesamt zu langsam und zu wenig agil. Die ersten AH-1G wurden ab August 1967 auf der Bien Hoa Air Force Base in Südvietnam stationiert. Schon bald nach deren Verlegung wurde aus einem Aufklärungseinsatz der erste Kampfeinsatz. Die HueyCobra wurde anfangs des Vietnamkrieges als fliegende Artillerie zur Unterstützung der luftmobilen Einheiten angefordert. Oft wurde er auch als Begleitschutzhubschrauber für Transporthubschrauber genutzt. Dabei wurden Transporteinheiten als „white-team“ und die Kampfhubschraubereinheiten als „red-team“ benannt. Zusammen mit dem kleinen und wendigen Hughes OH-6A Cayuse Aufklärungshubschrauber wurden „pink-teams“ oder so genante „hunter killer-teams“ zusammengestellt. Dabei suchten die Cayuse im Tiefstflug potentielle Ziele, markierten sie mit Phosphor-Handgranaten während die HueyCobras aus grosser Höhe herabstiessen und das Ziel mit einem Teppich von ungelenkten Raketen belegten. Das Turm-MG war zwar genauer, doch wegen dessen beschränkte Feuerkraft und Reichweite bevorzugten die CPG oft zwei oder gar vier Behälter der ungenauen 70mm-Raketen. Diese wurden in einer Salve auf das Ziel losgefeuert. Die Verluste von 292 Maschinen (180 Totalverluste sowie 112 nicht mehr zu reparierende beschädigte Maschinen) waren relativ hoch. So ergab sich rein rechnerisch, dass bei jedem 300. Einsatz eine AH-1G verloren ging.

<o:p>Bell AH-1G Cobra Vietnam</o:p> Bell AH-1G "Cobra" der 1. Luftkavallerie der U.S. Army mit zwei verschiedenen Behältern für ungelenkte 70mm-Zuni-Raketen. Quelle: Internet

1970    Pakistan / Indien
Die pakistanische Armee war auch einer der frühen Nutzer der AH-1J International Cobra, welche ihnen vom Iran geliefert wurden. Erstmals zum Kampfeinsatz kamen diese 1975 bei Aufständen in der Baluchistan Provinz gegen Rebellen. Noch heute werden Taliban und Al Kaida-Terroristen in der Region Waziristan mit Cobras bekämpft. So werden seit 2000 Operationen gegen Aufständische Kriegsfürsten der Bugri und Marri-Stämme der Nawab Akbar Khan Bugti und Balochistan Liberation Army bekämpft. Hierzu erhielte die pakistanische Armee 2006 in Puerto Rico revidierte AH-1F „Cobra“.

1980    Iran / Irak
Während der Kampfhandlungen kam es auch zu Luftkämpfen zwischen den iranischen AH-1J Cobras mit irakischen Mi-24D “Hind”. Die Verluste betrugen 10 Cobras bei 6 abgeschossenen Mi-24. Weiter wurden 1988 zwei Cobras von sowjetischen MiG-23 “Flogger” abgeschossen, als diese in den afghanischen Luftraum eindrangen und dort Ziele bekämpften.

1982    Israel / Libanon
(Peace for Galilee)
Nachdem die von diversen arabischen Staaten unterstützte Terrororganisation „PLO“ sich im Libanon eine permanente Basis bzw. einen Staat im Staate eingerichtet hatte und dort Selbstmordattentäter ausbildeten und nach Israel aussandte, wurde die Situation in Nordisrael unhaltbar. So wurden zuerst 1979 Terroristenlager angegriffen. Im Jahre 1982 wurde nach einer Luftoffensive und der Zerschlagung der FlaRak-Hochburg im Bekaa-Tal einen Bodenoffensive gestartet, die bis zum Hauptquartier der PLO in Beirut sich ausweitete. Die frisch erhaltenen AH-1F “Tsefa” der IAF wurden während der “Operation Peace for Galilee“ als Speerspitze genutzt und zerstörten vor der Luftoffensive FLAB-Radarstationen. Zudem vernichteten sie syrische Panzerverbände, FLAK-Stellungen und Befestigungen im Südlibanon auf ihrem Vorstoss nach Beirut. So konnten die israelischen Tsefa´s mit ihren TOW-PAL unzählige Schützenpanzer sowie die neusten T-72 Kampfpanzer der eingreifenden syrischen Armee vernichten. Hauptsächlich begleiteten sie jedoch die mechanisierten Verbände der israelischen Armee. Hierbei wurden 2 Tsefa´s durch FLAK beschädigt und stürzten ab.
AH-1 Tsefa IAF

Bell AH-1G "Tsefa" der israelischen Luftwaffe nach einer Modifizierung mit TOW-PAL<o:p></o:p>

1983    USA / Grenada (Urgent Fury)<o:p></o:p>
Auch bei der relativ kleinen Invasion der Insel Grenada flogen vier AH-1T “SeaCobra“ des USMC Kampfeinsätze. Trotz des sehr leicht bewaffneten Gegners, wurden zwei AH-1T von den Streitkräften Grenadas abgeschossen.<o:p></o:p>
<o:p></o:p>

1991    USA / Irak (Desert Storm)<o:p></o:p>
Bei der Operation Desert Storm konnte das USMC insgesamt 78 SuperCobras und SeaCobra´s zum Einsatz bringen, wobei lediglich ein Verlust ohne Feindeinwirkung hingenommen werden musste. Mit dem feinen Sand und der Hitze hatten die Cobras keine Probleme, da sie für den Einsatz auf See gegen Salzwasser wasserdicht versiegelt sind und zudem in den Lufteinlässen über Sandfilter verfügen. Als die Operation Desert Storm mit Luftangriffen am 17.01.1991 begannen, waren 78 Cobras des USMC stationiert. Genauer waren es 45 AH-1W, 33 AH-1T sowie einige AH-1J, wovon 39 von FOB und 39 von Schiffen her 1273 Einsätze flogen.
Supercobra AH-1W

Eine AH-1W "Supercobra" des USMC noch mit einem Paar TOW-PAL anstelle der üblichen Hellfire

1992    USA / Somalia (Restore Hope)<o:p></o:p>
Mit der im Dezember gestarteten „Operation Restore Hope“ der UNOSOM-Mission, landeten auch AH-1W des USMC in Mogadischu. Mit 5 AH-1W griff das USMC das Hauptquartier von General Aidid, einem Warlord, an. Zuerst wurde das Gebäude mit TOW-LW beschossen und danach landeten SF-Truppen auf dem Dach und vernichteten die überlebenden Kader des Warlords. Angeblich soll dabei etlicher Kolateralschaden entstand sein, weswegen sich die Stimmung gegen die UNOSOM wendete und diese 1994 abzog. <o:p></o:p>

1994    USA / Haiti
Bei der Invasion von Haiti im Jahre 1994 unterstütze das USMC die U.S.-Truppen mit AH-1W von Hubschrauberträgern aus. Ob es dabei zu Kämpfen kam, ist dem Autor nicht bekannt.<o:p></o:p>

2001    USA / Afghanistan (Enduring Freedom)
Die AH-1W des USMC haben auch hier wieder ihren Platz zuvorderst an der Front gefunden. Hierbei stellte sich schnell heraus, dass grosse Höhe, Sand und unzureichende Sensorik der Cobra zu schaffen machen.

2003    USA / Irak (Iraqi Liberation)
Auch im immer noch währenden Einsatz der Koalitionskräfte im besetzten Irak kommen AH-1W SuperCobras zum Einsatz. Zuallererst bei den kurzen Kämpfen zur Eroberung des Iraks. Seither ist es den von den USA angeführten Truppen trotz Wahlen und neuer Regierung immer noch nicht gelungen, das Land zu befrieden.
Die hauptsächlich vom Iran unterstützen schiitischen Terrorgruppen können sich vor allem im Süden des Landes und in Bagdad behaupten. Die AH-1W des USMC leisten von vorgeschobenen Flugfeldern aus Unterstützung von Konvois oder bei Search-and-Destroy-Aktionen. Trotz modernster Technik haben die Cobras immer noch keine Möglichkeit zwischen Zivilbevölkerung und den zivil agierenden Terroristen zu unterscheiden, geschweige denn diese in Gebäuden zu erfassen. Zudem entwickeln die Terroristen neue Taktiken und beschiessen die Hubschrauber mit Panzerabwehrlenkwaffen, welche nicht durch Leuchtfackeln oder EKF-Störgeräte beeinträchtigt werden.


2006    Israel / Libanon (2. Libanonkrieg- Operation „vergossenes Blei“)<o:p></o:p>
In den 90er-Jahren und danach wurden Cobras vermehrt eingesetzt um palästinensische Terroristen gezielt auszuschalten. Dazu waren die Cobras mit den sehr genau verschiessbaren TOWs hervorragend geeignet. Mit dem TOW-Zielgerät konnte das Ziel am Schluss von Hand angesteuert werden. Beim Apache ergab es mit der Laserzielbeleuchtung und den reflektierenden Scheiben Probleme  beim gezielten Schuss in einen Raum. Für die meisten Missionen wird heutzutage lediglich eine Bewaffnung aus je 2 TOW unter den Stummelflügeln und der Bordkanone eingesetzt, da die ungelenkten Raketen in urbanen Gebieten nicht präzise eingesetzt werden können und die Agilität bei höherer Zuladung leidet. Die Einsätze über Städten im Gaza und im Libanon erforderte eine neue Taktik, da es in Häuserschluchten kompliziertes ist als auf offenem Feld. So bezog vor dem Angriff eine Drohne Stellung über dem Zielgebiet, die Operators markierten das Ziel, jedes Haus erhielt einen vierstelligen Code und später flogen zwei Tzefas ein um das Ziel zu bekämpfen. Die Aufteilung der Missionen war einfach, Tzefas bekämpften Gebäude und AH-64D´s bewegliche Ziele. Dabei bemerkten die Piloten, dass die TOW besser geeignet waren, das sie mehr Sprengkraft hatten als die Hellfire, doch die Insassen eines Raumes doch nicht alle vernichtete, weswegen mehrere TOW´s verschossen werden mussten. Wenn immer möglich war angeordnet, hoch zu fliegen, ausser im Endanflug, um Beschüsse zu vermeiden.

AH-1E
AH-1E "Tsefa" mit den charakteristisch flachen Cockpitscheiben


2.4. Produktion und Weiterentwicklung
Die erste Serienausführung der Cobra ist am 7. April 1966 von der U.S. Army als Interimslösung für die erst in den 70er-Jahren lieferbare Lockheed AH-56 Cheyenne ausgewählt worden. Neu war allerdings der schmale Bug, welcher die Cobra doppelt so schnell wie die UH-1B „Gunships“ machte. Nachdem am 15.10.1966 die Bell 209 bzw. die YAH-1G ihren Erstflug erfolgreich beendete, gab das Verteidigungsdepartement (DOD) Bell Helicopter, Inc. (BHI) die ersten Aufträge zur Produktion von bis Ende 1973 insgesamt 1116 AH-1G Hubschraubern alleine für die U.S. Army. Diese hatten über 1 Millionen Flugstunden in Vietnam Dienst geleistet. Insgesamt wurden schlussendlich über 2700 Maschinen für militärische Abnehmer hergestellt. Im Juni 1967 wurden die ersten AH-1G “HueyCobra´s” geliefert. Zu Beginn sollte die Bezeichnung UH-1H verwendet werden, um die Nähe zur UH-1 „Huey“ aufzuzeigen, doch mit einer Reform wurden die Cobras danach zu AH-1G. Für das USMC wurde auf deren Wunsch hin eine zweiturbinige Variante, die SeaCobra, entwickelt. Um auch schwere Waffenlasten tragen zu können wurde daraus die AH-1T entwickelt. Diese Version war nun endlich allwettertauglich mit WBG/FLIR, Doppler, HUD und Flugmesssonde etc. Über dem Ziel hat die HueyCobra eine dreimal so lange Verweildauer wie eine UH-1B. Des Weiteren besitzt die Zelle Stummelflügel, welche den Rotor beim Marschflug unterstützen und die externen Waffen tragen. Die Waffen sind dort an (vier Universal Wing Storage Stations oder BRU-21) Aufhängungen befestigt und können im Notfall vor einem Absturz symmetrisch oder alle auf einmal abgeworfen werden. Im Bug befindet sich unterhalb der Nase ein Kinnturm, welcher die Bordkanone beinhaltet
.

2.5. Verwendung
Die Hubschrauber werden als leichter Begleit- und Kampfhubschrauber sowie als Panzerjäger eingesetzt. Aufgrund der relativ simplen Bauweise, welche auf viele bereits erprobte Komponenten der UH-1 „Huey“ zurückgreift, ist er günstiger und einfacher zu warten als ein AH-64 „Apache“. Für Einsätze von Schiffen aus wird er zudem bevorzugt, da sie auf Schiffen dank des schmalen Rumpfes sehr wenig Platz belegen. Dank der schmalen und gedrungenen Silhouette von vorne ist sie als Ziel schwerer zu erfassen, was ihre Überlebenschancen steigert. Beim USMC wird die SuperCobra vorwiegend für Luftnahunterstützung, bewaffnete Eskorte von Transporthubschraubern und Landezonensicherung bei amphibischen Landungen verwendet. Zudem kommt noch die bewaffnete Aufklärung, Zielmarkierung für Kampfflugzeuge.

2.6. Entwicklungschronik - eine Zeitachse
bell-209-familiecobra familie 1

Modell 209

Entwicklungsgeschichte

AH-1E „Cobra“ (siehe AH-1S „Cobra“ Step 2)<o:p></o:p>

AH-1F „Cobra“ (siehe AH-1S „Cobra“ Step 3)

AH-1G "HueyCobra"

Geschichte<o:p></o:p>
Die ersten beiden Vorserienmaschinen der Cobra sind am 7. April 1966 von der U.S. Army bestellt worden. Bereits im August 1967 erreichten die ersten HueyCobras die U.S. Truppen zur Unterstützung der Südvietnamesischen Armee. Im Vietnamkrieg hat die U.S. Army 157HueyCobras durch FLAK, 4 durch FLARAK und 12 durch Angriffe auf Flugfelder als Totalverlust durch Feindeinwirkung und 109 durch Unfälle abgeschrieben. Das USMC hatte in derselben Periode 10 Cobras verloren. Die meisten wurden jedoch marginal beschädigt, danach repariert und wieder in Betrieb genommen. Als Hauptaufgabe fungierte die HueyCobras damals als luftmobile Artillerie, bewaffnete Eskorte und bewaffnete Aufklärung. Es stellte sich bald heraus, dass der M64-Turm auch in Verbindung mit 2 M18-Behältern nicht genug Feuerkraft lieferte. Bei den schlagkräftigen ungelenkten FFAR-Raketen war das Problem, dass bei Vorführungen die hochprofessionellen Army-Instruktoren diese punktgenau verfeuern konnten, die ungeübten Army-Piloten jedoch lediglich das Gelände umpflügten. Nachts konnten im Verbund mit UH-1 Hueys, welche seitlich einen Scheinwerferbündel hatte, immer noch Ziele bekämpfen. In der Regel blieben die HueyCobras aber bei schlechtem Wetter und nachts am Boden.<o:p></o:p>

Bezeichnungen<o:p></o:p>
Einige Bell UH-1B „Huey“ wurden für Begleitschutzaufgaben schwer bewaffnet und deswegen auch „Cobra“ genannt wurden. Dies hatten die Ingenieure von Bell aufgeschnappt und den Namen entgegen der Army-Regeln nicht von einem Indianerstamm hergeleitet. Da der Army sozusagen eine neue Version der UH-1 schmackhaft gemacht werden sollte, anstatt eines neuen Typs, wurde sie ursprüngliche als UH-1H„HueyCobra“ bezeichnet und erst nach Anlauf der Serienfertigung in AH-1G umbenannt.<o:p></o:p>

Struktur
Die AH-1G hatte im Gegensatz zum Prototypen ein festes Kufenlandegestell, und der Heckrotor wurde im Laufe der Produktion nach links verlegt. Die untere Heckflosse des Heckleitwerkes wurde ebenfalls wegelassen. Die rundum verglaste und oben abgerundete Kabinenhabe mit Panoramasicht aus ungepanzertem Sicherheitsglas sorgte für einen unangenehmen Treibhauseffekt. Deswegen waren die ersten gelieferten AH-1G mit Ventilationsdüsen ausgerüstet. Doch in den tropischen Gebieten von Südostasien waren diese unzureichend. Deswegen bauten die Werkstätten in Vietnam eine Klimaanlage, die "environmental control unit (ECU)" genannt wurde gebastelt, die später in die Serienproduktion einfloss. Die „Treibhausverglasung“ stellte die höchste Infrarotsignatur des Helikopters dar, sogar die heissen Treibwerksabgase zogen IR-LW weniger an. Zudem wurde der Heckrotor bei der späten AH-1G aus Stabilitätsgründen statt wie bei der UH-1C auf der linken Seite auf die rechte Seite verlegt, ansonsten wurde beinahe der gesamte Heckbereich wurde von der UH-1C „Huey“ übernommen. Der Pilot sitzt tandemartig, leicht überhöht in einem gepanzerten Sitz hinter dem CPG (Cobra Pilot Gunner oder Bordschütze). Jener bedient primär die Bordkanone und die externen Waffen. Notfalls können die Besatzungsmitglieder auch jeweilig die Aufgabe des andern übernehmen, wofür beide Cockpits mit den grundlegenden Anzeigen, Steuerknüppel und Kollektiv ausgerüstet sind. Bei der frühen Version waren zwei Landelichter in der Plexiglasnase untergebracht, bei der späten Version konnte ein Landescheinwerfer unterhalb der Nase ausgeklappt werden.  Die stromlinienförmige Zelle wurde aus Aluminium mit Wabenstruktur gefertigt und besitzt zahlreiche Zugänge ins Innere, um die Wartung zu erleichtern. Eines der markantesten Merkmale des Cobra ist die geringe Breite der Zelle. Die Zelle ist auf Höhe des Cockpits nur 99 cm breit, womit die gefährdete Silhouette bei Frontalbeschuss gering gehalten wurde. Damit ist die Cobra 1/3 so breit wie eine UH-1B „Huey“.

Produktion
Es wurden bei Bell in Forth Worth zwischen 1966 und 1971 insgesamt 1124 Exemplare für die U.S. Army gefertigt. Die Bestellungen erfolgten wie folgt:

1966:           110      AH-1G früh (Block 1)         Seriennummern 66-15248 bis 66-15357
1967:           420      AH-1G früh (Block 2)         Seriennummern 67-15450 bis 67-15869
1968:           308      AH-1G früh (Block 3)         Seriennummern 68-15000 bis 68-17113

1969:           38        AH-1G früh (Block 4)         Seriennummern 69-16410 bis 69-16447
1970:           174      AH-1G spät (Block 5)         Seriennummern 70-15936 bis 70-16105

1971:           70        AH-1G spät (Block 6)         Seriennummern 71-15090 bis 71-21052
1972:           4          AH-1G spät (Block 7)         Seriennummern 72-21461 bis 72-21464

Selbstschutzsysteme
Mechanische Schutzsysteme
<o:p></o:p>
-Kabelschneider über der Pilotenkanzel und unter Munitionsstaufach (nur AH-1S Step 3,W,Z)<o:p></o:p>
-Infrarotabstrahlung unterdrückenden Anstrich der Aussenhaut (AH-1W,Z)<o:p></o:p>
<o:p></o:p>

<o:p></o:p>Triebwerksabgasumleiter<o:p></o:p>
Nachdem 1972 in der Frühjahroffensive Nordvietnamesen mit 9K32 “стрела“ (SA-7) Fliegerabwehrlenkwaffen Hubschrauber abschossen, verbesserte man die IR-Signatur. Am Triebwerksauslass befestigte man einen so genannten "sugar scoop" (oder "sugar bowl") Triebwerksabgasumleiter, der mit seiner toilettenschüsselähnlichen Form und einer wärmedämmenden Verkleidung aus Asbest- und Metallschichten die heissen Abgase in den Hauptrotor umlenkte, wo die Abgase mit Umgebungsluft vermischt und zerstreut wurden. (AH-1G bis AH-1S Step 2)<o:p></o:p>
-Triebwerksabgas-IR-Kühler; längere Abgasöffnung zur IR-Signatur-Verringerung (nur AH-1S Step 3)<o:p></o:p>
<o:p></o:p>

Störgeräte
-AN/ALQ-144 Infrarotstörgerät (nur AH-1J,S Step 3,T,W)<o:p></o:p>
-AN/ALQ-144A(V)3 Infrarotstörgerät von BAE Systems (nur AH-1Z)<o:p></o:p>
<o:p></o:p>

<o:p></o:p>Sensoren<o:p></o:p>

-AN/APR-39A(V2) RWR von Lockheed Martin (nur AH-1W,Z)<o:p></o:p>

-AN/APR-39 RWR (nur AH-1S Step 3)<o:p></o:p>

-AN/ALQ-211 SIRCM (nur AH-1Z)<o:p></o:p>

-AN/AVR-2 LWR von Goodrich (nur AH-1S Step 3, W,Z)<o:p></o:p>

-AN/AAR-47 MWU Raketenanflugswarner von BAE Systems (nur AH-1Z)<o:p></o:p>

<o:p> </o:p>
Täuschkörperwerfer<o:p></o:p>

-ALE-47 Täuschkörperwerfer von BAE Systems für 30 Chaff / Flare-Täuschkörper (AH-1T,W 2x, AH-1Z 4x)<o:p></o:p>

-SUU-44 Täuschkörperwerfer (nur AH-1T)

-M130 Täuschkörperwerfer (nur AH-1J,S Step 2,P) Erstmals konnten auch zum Schutz vor feindlichen IR-Suchenden-Raketen vom Cobra eingesetzt werden. Er fasst 30 M206-Leuchtfakel-Treibsätze (1“ x 1“) oder 30 RR-170A/AL -Düppel-Treibsätze (1“ x 1“).

Waffenzielsysteme

AH-1G und AH-1J

M73 einklappbares pantografisches optisches Reflexvisier als Zielhilfe für alle Waffen (hintere Pilotenkanzel)

AN/AYG Ballistics Computer Set: Das Computersystem kompensiert für den Kinnturm die Flugzeugbewegung, Windeinflüsse, Maschinenabsacken und Zielbewegungen.

AH-1P bis AH-1S

-Telescopic Sight Unit (TSU)

in der Nase installierte XM26 TSU (Telescopic Sight Unit), das Zielsystem für die TOW, zur Ausstattung. Ab der AH-1S mit C-NITE

- M128 helmet sight subsystem (HSS).

- M136 HSS (Helmet Sight Subsystem) integriert

-RMS (Rocket management system)


AH-1F

M26 FCC (Fire Control Computer) (Hersteller: Teledyne Systems)

M65 TOW/Cobra missile system

-M76 Head-Up Display (HUD) (: Kaiser)         AH-1F

M36 Helmsichtvisier HSS (Helmet Sight Subsystem)

M138 Raketensteuergerät (Rocket Management Subsystem)

M143 Air Data Subsystem (ADS)

M147 Rocket Management Subsystem (RMS)

-AN/AAS-32 Laserzielgerät (Hersteller: Rockwell)

BAGSE (Boresight Assembly Ground Support Equipment)

-C-NITE-System (Cobra Night Attack)

-FACTS (FLIR Augmented Cobra TOW Sight) Zielsysteme

LAAT (Laser Augmented Airborne TOW) wahlweise

-TSU (Telescopic Sight Unit)

<o:p>Telescopic Sight Unit</o:p>

<o:p></o:p>

<o:p></o:p>

AH-1W

-Night Targeting Systems (NTS) Taman/Kollsman reported NTS (Night Targeting System)
-Modifikation des M65 TOW Zielsystem mit FLIR
-Laserentfernungsmesser und –zielmarkierer
-TV-Optik
-Videorekorder

AH-1Z


-AN/AAQ-30 Hawkeye TASS (Target Sighting System) oder NTS (Nasenturm mit FLIR der 3. Generation, automatischer Merfachzielverfolger, digitales RLV-verstärkte farb-TV-Optik, Laserentfernungsmesser und ein augensicherer Laserzielmarkierer, Reichweite 4-8 km, Hersteller Tamam IAI / Kollsman)

-TopOwl-Helm mit Zielzuweisung

-Millimeterwellenradar in POD auf linkem Stummelfügelende

-Waffenaufhängungs-Verwaltungs und Kontrollsystem

-digitale MK-Turm Rechner für Luft-Luft /Luft-Boden-Balistik

-Cobra Radar System (CRS)
Das MMW-Radar (Milimeter Wave) des Boeing AH-64D „Longbow Apache“ ist in einer am Pylonen befestigten Version CRS zur Verfügung gestellt worden. Das Radarsystem sucht automatisch, erfasst Ziele, klassifiziert diese und priorisiert mehrere mobile und stationäre Ziele an Land und in der Luft. Mobile Ziele können in bis zu 8km Entfernung erfasst werden, stationäre Ziele in bis zu 4km Entfernung. Dies auch bei schlechtem Wetter und Gefechtsfeldvernebelung. Die Zielposition ist unmittelbar nach Erfassung erhältlich und kann per Data-Link an befreundete Maschinen oder Kontrollzentren weitergeleitet werden. Ebenso können die AGM-114L RF Hellfire LW die Daten erhalten und dann nach dem „fire-and-forget“-System verschossen werden. Dank der hohen Automation erhöht es die Übersicht der Besatzung. Mit dem CRS können auch küstennahe Ziele nach dem Überfliegen noch mit AGM-114 und bekämpft werden. Das CRS kann an den Flügelenden oder an den Aufhängestationen montiert werden.


Copyright © 2012  roli(at)fez.ch

463 Aufrufe
    Info : Gripen - Der nordische Wächter fährt seine Krallen aus Druckerfreundliche Ansicht | Diesen Beitrag weiterempfehlen  
verfasst von Röli am Samstag, 07. Januar 2012
Info
Gripen - Der nordische Wächter fährt seine Krallen aus

Vorwort

Geschichte
Entwicklung und Prototypen
39-2
Einführung bei der schwedischen Flygvapnet
Produktion und Weiterentwicklung

Verwendung
Entwicklungschronik - eine Zeitachse
JAS 39 Gripen
Varianten
Modellübersicht der verschiedenen Varianten der Gripen
JAS 39A
Die Basis-Variante verfügte über zwei Monochrom-Bildschirmen im Cockpit und Pylons lediglich für schwedische Waffen. Die Einführung der Batch-1-Maschinen lief 1993 bei der schwedischen Flyvapnet an. Die Batch-2-Maschinen hatten bereits den JAS 39C-Standart.
JAS 39B        
Die Doppelsitzervariante ist für Training und Kampfeinsätze ausgelgt, wobei die Bordkanone zugunsten von Treibstoff wegelassen wurde. IM Cockpit sind jedoch die neueren Bildschirme der C-Version verbaut. Die ersten Serienmaschinen liefen der Flygvapnet 1996 zu.
JAS 39C
Diese Nato-kompatible Variante ist mit einem in englischer Sprache sowie mit drei grossen Farbbilschrimen überarbeiteten Cockpit ausgerüstet. Damit können mit NATO-Pylons erstmals Nato-kompatible Waffen mitgeführt werden. Die Einführung bei der Flyvapnet erfolgte 2005.
JAS 39D
Die Doppelsitzervariante des JAS 39D ist als SEAD-Kampfflugzeug ausgelegt sowie zur Steuerung von Drohnen-Schwärmen.
JAS 39EBS
Die Exportvariante für Ungarn
JAS 39E
Serienvariante der Gripen NG
JAS 39F
Doppelsitzervariante der Gripen NG
Prototypen und Testmaschinen
Optische Unterscheidungsmerkmale

Zukunftsausischten

Militärische Betreiber
Bei Saab sind 2012 Bestellung für über 260 Maschinen eingegangen, welche in Linköping gefertigt werden. 

 Grossbritanien (Royal Air Force)

1 (1 × Saab JAS 39D der Flygvapnet an die Empire Test Pilots' School der Royal Air Force stundenweise seit 1999 vermietet)


Schweden (Flygvapnet schwedische Luftwaffe)
175 x (75 × JAS 39A + 70 × JAS 39C + 14 × JAS 39B + 14 × JAS 39D; wovon 29 speziell für CZE, HUN gebaut und verleast/vermietet worden sind)

Südafrika  (South African Air Force)
28 (19 × JAS 39C + 9 × JAS 39D, teils noch in Produktion)

Ungarn  (Magyar Légierő ungarische Streitkräfte)

14 (12 × JAS 39EBS HU (Einsitzer)+ 2 × JAS 39EBS HU (Doppelsitzer), geleast bis 2017 bzw. für 12 Jahre)

Thailand (Royal Thai Air Force Thhailändische Luftwaffe)
12 (12 × JAS 39EBS (Einsitzer)


Tschechien (Vzdušné síly armády České republiky Tschechische Luftwaffe)
14 (12 × JAS 39C+ 2 × JAS 39D, geleast bis 2017 bzw. für 10 Jahre)

<o:p></o:p>

weiterlesen... 'Gripen - Der nordische Wächter fährt seine Krallen aus'
469 Aufrufe